Aktuelle Kapitalmarktinfos

29.05.2020 - Aktuelle Kapitalmarktinformationen


Die Rallye an den Aktienmärkten setzte sich gestern größtenteils fort. Erst Trumps Ankündigungen zum Streit mit Twitter und dem Konflikt mit China um Hongkong sorgten für einen Kurswechsel an der Wall Street. Die zusätzlich negativen Vorgaben aus Asien heute Morgen deuten auf einen schwächeren Handelstag zum Wochenschluss hin.

Europäische Aktien weiter im Aufwind


An den internationalen Aktienmärken fiel die Entwicklung gestern uneinheitlich aus. Während die Aussicht auf umfangreiche EU-Hilfen zur Bekämpfung der Coronakrise deutsche und europäische Aktien unterstützte, ging US-Aktien im späten Handel die Puste aus. Neben schwächeren US-Konjunkturdaten lasteten vor allem Aussagen von Präsident Trump auf dem Handel an der Wall Street. Dieser kündigte rechtliche Schritte gegen soziale Medien an, nachdem Twitter zuletzt einen von Trumps Tweets einem Faktencheck unterzog. Außerdem kündigte Trump für heute eine Rede zu Chinas umstrittenen Sicherheitsgesetzen für Hongkong an.

Hohe Nachfrage nach südeuropäischen Staatsanleihen


Am Anleihenmarkt stach gestern vor allem die erneute Rallye südeuropäischer Staatsanleihen ins Auge. Die Spreads gegenüber deutschen Bundesanleihen engten sich weiter ein und liegen im Falle Italiens nun 100 Basispunkte unter ihrem diesjährigen Höchstwert von Mitte März. Für Griechenland beträgt der Rückgang sogar 220 Basispunkte. Hintergrund sind die sich verdichteten Anzeichen, dass neben den in den nächsten Monaten zu erwartenden Hilfszahlungen aus dem EU-Wiederaufbaufonds insbesondere die EZB bereits zeitnah ihr jüngstes Wertpapierkaufprogramm massiv ausweiten wird.

US-Wirtschaft “not yet great again”


Noch am Vortrag sorgten positive US-Konjunkturdaten für eine willkommene Überraschung. Gestern kehrte allerdings wieder Ernüchterung ein. Neben der erneut hohen Zahl von 2,1 Mio. Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung in der Vorwoche und den rückläufigen Auftragseingängen langlebiger Güter, sorgte auch die zweite Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal für verhaltene Stimmung. Mit einem Rückgang in Höhe von 5 % (annualisiert) gegenüber dem Vorquartal fiel die Schrumpfung deutlicher als erwartet aus. Zudem ging der private Konsum um 6,8 % besonders kräftig zurück.

Was heute wichtig wird


Aus dem Euroraum legen die nationalen Statistikbehörden Frankreichs, Portugals und Spaniens die endgültigen Zahlen für das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal vor, während die EZB die jüngsten Daten zur Geldmengenentwicklung und der Kreditvergabe bekannt gibt. Jenseits des Atlantiks stehen heute eine Rede des Fed-Vorsitzenden Powell sowie das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan im Mai auf der Agenda. In Kanada werden die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal gemeldet. Schließlich werden Anleger mit großem Interesse die oben bereits erwähnte Rede Trumps zum Streit mit China um Hongkongs Rechtsstatus verfolgen.

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